Spoonwise
🥄 Pitch für Fachkreise · Psychiatrie · Psychotherapie · Verhaltenstherapie · Ökotrophologie

Ernährung, die mit ADHS & Autismus funktioniert — statt gegen sie zu arbeiten.

Standard-Programme scheitern bei neurodivergenten Menschen nicht am Willen, sondern am Konzept. Wir bauen den ersten Ernährungs-Service, der Exekutivfunktion, Reizverarbeitung und Interozeption von Anfang an mitdenkt — und suchen dafür euer fachliches Backing.

Zielgruppe: neurodivergente Erwachsene Modell: Selbstzahler → DiGA (Stufenplan) Status: Konzept + klickbarer Dummy
01 Das Problem

Wir haben es mit zugelassenen Apps versucht. Es hat nicht funktioniert.

Programme wie zanadio (erste Adipositas-DiGA, aidhere GmbH) setzen bewusst die klassische Adipositas-Leitlinie per App um: Kalorien runter, Bewegung rauf, Verhalten ändern. Für neurotypische Menschen sinnvoll.

Aber genau die Fähigkeiten, die diese Programme voraussetzen — tägliches Tracking, Impulskontrolle, Mahlzeiten planen, Hungergefühl deuten — sind bei ADHS und Autismus der Defizitbereich. Man verlangt vom Rollstuhlfahrer, die Treppe schneller zu nehmen.

„Mit ADHS / Autismus funktioniert das 0815-Programm null. Nicht weil wir uns nicht anstrengen — sondern weil es an unserem Gehirn vorbeigebaut ist." — Ausgangspunkt für Spoonwise
02 Die Mechanismen

Warum Standard-Ernährung neurodivergent nicht greift

Drei gut dokumentierte neurobiologische Muster — sie erklären das Scheitern und definieren zugleich unser Produktdesign.

Exekutivfunktion & Dopamin

ADHS geht mit Defiziten bei Planen, Initiieren und Timing einher — plus einem dysregulierten Dopamin-Belohnungssystem, das schnell belohnende, ultra-verarbeitete Lebensmittel und Binge-Eating begünstigt. „Essen vergessen → Heißhunger" ist Neurobiologie, kein Charakterfehler.

Interozeption & Sensorik

Autistische Menschen spüren Hunger und Sättigung oft schlecht (Interozeption) und reagieren stark auf Textur, Geruch, Temperatur. Bis zu ~70 % zeigen eine Form gestörten Essverhaltens — von selektivem Essen bis ARFID.

Komorbidität & Risiko

ADHS ist mit Adipositas assoziiert (stärker bei Erwachsenen, bidirektional) und mit Binge-Eating-Störung. AuDHS (ADHS + Autismus) ist häufig. Das kumulierte kardiometabolische Risiko ist real — und aktuell versorgungsseitig blind.

03 Marktlücke

Große Zielgruppe, wachsender Markt, null passendes Angebot

~3–4,7%
der Erwachsenen in DE mit ADHS
~1%
der Erwachsenen im Autismus-Spektrum
690k
DiGA-Abgaben 2025 · +63 % ggü. Vorjahr
227 €
Ø verhandelter DiGA-Erstattungsbetrag (bis 2.077 €)

Von den 58 Ende 2025 aktiven DiGA adressiert keine einzige die neurodivergente Ernährungsrealität. Zanadio & Co. bedienen die Allgemeinbevölkerung — die Gruppe, für die Standardkonzepte am schlechtesten passen, bleibt unversorgt. Genau diese Lücke besetzt Spoonwise.

04 Die Idee

Nicht „iss gesünder". Sondern: Ernährung neuro-kompatibel machen.

Spoonwise dreht die Logik um. Statt Disziplin zu verlangen, die fehlt, reduzieren wir Reibung und bauen Struktur, die das Gehirn entlastet.

  • Micro-Steps statt Rezepte: jede Aufgabe in 2-Minuten-Häppchen — „just start".
  • Safe Foods statt Verbote: Wiederholung ist okay, Sensorik wird respektiert.
  • Body-Doubling: gemeinsam kochen gegen die Initiierungs-Hürde.
  • Interozeptions-Training statt „hör auf deinen Körper" vorauszusetzen.

Design-Prinzip

Kein Kalorienzählen-Zwang. Keine roten Warnungen. Keine Scham-Streaks. „Etwas ist besser als nichts."

Das Ziel ist nicht das perfekte Ernährungstagebuch, sondern ein Mensch, der regelmäßig und nährstoffreich genug isst — nachhaltig, ohne Rückfall in Restriktion.

05 Personalisierung

Zwei Gehirne, zwei Modi — umschaltbar

Reizarm ist nicht für alle richtig. Manche brauchen Entlastung, andere Aktivierung. Spoonwise passt sich dem individuellen Dopamin-Profil an — derselbe Service, zwei Oberflächen.

Modus: Ruhig

Reizarm & entlastend

Gedeckte Farben, viel Weißraum, dosierte Reize. Für Tage mit Reizüberflutung, Overwhelm, sensorischer Empfindlichkeit — häufig im Autismus-Spektrum.

Weißraumkeine Pop-upsLöffel-Energie
Modus: Quest

Verspielt & belohnend

XP, Level, Gilde, Fantasy-Framing. Der „Gamer"-Effekt ist bei einem großen Teil der ADHS-Community real — Dopamin über Belohnung, Fortschritt und Spielmechanik statt Zwang.

XP & LevelStreaksGilde/Body-Double

Klinisches Argument: Wir zwingen niemanden in ein Motivationskonzept, das nicht zu seiner Neurologie passt. Der Modus-Wechsel ist selbst eine Intervention — und im Dummy schon erlebbar.

06 Die Module

Sechs Bausteine gegen die konkreten Hürden

Modul 01

Body-Double-Kochen

Rezepte in Micro-Steps, Timer, „X Leute kochen gerade mit dir".

Modul 02

Safe-Foods-Vorrat

Sensorik-Profil, Textur-Filter, „same food is okay".

Modul 03

Dopamin-freundlich

Belohnung ohne Scham, Reize dosiert oder verspielt — je nach Modus.

Modul 04

Interozeptions-Check

Hunger-/Sättigungs-Skala, Trink- & Medi-Reminder.

Modul 05

Auto-Pilot

Gegen „Essen vergessen": Erinnerungen, Notfall-Snacks, Brain-dead-Rezepte.

Modul 06

Eltern-Wissen

Info & Begleitung für Eltern — bewusst ohne Kinder-Mitgliedschaft.

07 Zum Anfassen

Klickt euch durch den Dummy

Ein interaktiver Prototyp — beide Modi, fünf Screens, echtes Bedienkonzept. Ideal, um in Sekunden zu zeigen, was wir meinen.

Spoonwise-Dummy öffnen

Kein Medizinprodukt im aktuellen Stand · Screens illustrieren Bedienkonzept, keine finalen Inhalte.

08 Sicherheit & Ethik

Wir kennen die Risiken — und bauen dagegen

Keine Mitgliedschaft für Kinder. Restriktive Programme können bei Kindern Fehlernährung und ARFID verstärken. Für Kinder gibt es ausschließlich einen Wissens- und Begleitbereich für Eltern — kein Tracking, kein Plan fürs Kind.

Anti-Restriktion by Design

Kein Kalorien-Zwang, kein Verbots-Framing. Fokus auf „genug & regelmäßig", nicht „weniger".

ARFID-Sensibilität

Safe-Foods werden gestützt, nicht abtrainiert. Warnzeichen-Hinweise mit Verweis an Fachpersonen.

Fachliche Leitplanken

Inhalte werden von Ökotrophologie & Psychotherapie reviewt — genau hier kommt ihr ins Spiel.

09 Geschäftsmodell

Stufenplan: schnell live als Selbstzahler, DiGA als Ziel

Stufe 1 · jetzt

Selbstzahler & Praxis-Kooperation

Direkt an Betroffene (Abo), Praxen als Empfehlungspartner. Schnell am Markt, ohne Regulatorik-Hürde — validiert Nutzen & Nachfrage und schafft die Datenbasis für Stufe 2.

App-AboEmpfehlung durch PraxenCommunity
Stufe 2 · Aufbau

Evidenz & Studien

Mit dem Fachbeirat Wirksamkeit belegen (z. B. Ernährungsregelmäßigkeit, Lebensqualität, Symptomlast). Voraussetzung für den DiGA-Nutzennachweis nach §139e SGB V.

StudienpartnerschaftOutcome-MessungQualitätssicherung
Stufe 3 · Ziel

DiGA — App auf Rezept

BfArM-Listung, ärztlich verordenbar, Kassenerstattung. Der DiGA-Markt wuchs 2025 auf ~690 k Abgaben / >170 Mio € (+63 %). Hausärzt:innen stellen 51 % der Verordnungen — ein realistischer, lukrativer Kanal.

BfArM-ZulassungVerordnungGKV-Erstattung
10 Was wir von euch brauchen

Kooperationen — konkret

Wir wollen kein Produkt über die Köpfe der Fachwelt hinweg bauen. Wir suchen euch als Partner. Vier Formen — von unverbindlich bis eng:

01
Psychiatrie · Psychotherapie · VT · Ökotrophologie

Fachbeirat

Regelmäßiges Sparring zu Konzept, Sicherheit & Inhalten. 3–4 Termine/Jahr, benannte Beirats-Rolle, Sichtbarkeit als Mitgestalter:in.

02
Kliniken · Praxen · Hochschulen

Studien-Partnerschaft

Gemeinsame Wirksamkeits-/Machbarkeitsstudie als Basis für den DiGA-Nutzennachweis. Co-Autorenschaft bei Publikationen.

03
Behandelnde vor Ort

Pilot & Empfehlung

Spoonwise begleitend empfehlen und strukturiertes Feedback aus der Behandlung geben. Früher Zugang, Einfluss auf die Roadmap.

04
Fachexpert:innen

Content-Review

Prüfung einzelner Module/Texte auf fachliche Korrektheit & Risiken (ARFID, Ess-Störungen). Honoriert, klar umgrenzt.

11 Evidenz & Quellen

Worauf sich die Argumentation stützt

Die Evidenz stützt die Rationale (warum Standardkonzepte scheitern und welche Mechanismen adressiert werden müssen). Die Wirksamkeit von Spoonwise selbst ist noch zu belegen — genau dafür Stufe 2.

ADHS × Exekutivfunktion & Dopamin, Essverhalten — Mental Health Dietitians; Übersicht metabolische/nutritive Faktoren, ESMED.

ADHS × ultra-verarbeitete Lebensmittel (Kinder) — Pediatric Research (Nature).

Autismus × ARFID, Interozeption, Sensorik — Interozeption bei ARFID/AN (PMC); ARFID Neurobiologie & Behandlung (PMC).

ADHS × Adipositas (Meta-Analyse, stärker bei Erwachsenen) — Cortese et al., ScienceDirect.

ADHS × Binge-Eating; Exekutivfunktion bei Food Addiction/BED — PMC Review.

Prävalenz ADHS/Autismus DE & Komorbidität (AuDHS) — ADHS-Info; Apotheken Umschau.

zanadio als erste Adipositas-DiGA (aidhere) — BfArM DiGA-Verzeichnis.

DiGA-Markt 2025 (Abgaben, Preise, Verordnung) — DiGA-Report 2025, Gelbe Liste.

Zahlen aus Sekundärquellen, Stand Recherche Juli 2026; Prävalenzangaben variieren je Studie (ADHS Erwachsene int. ~2,5–3 %, dt. Repräsentativstudie bis 4,7 %). Für belastbare Fachaussagen im Detail vor Verwendung gegen Primärliteratur prüfen.

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